Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte

Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte (abgekürzt: HdO) bestehen in allen Bauartvarianten aus einem Technik-Teil, welcher in einem Gehäuse hinter dem Ohr getragen wird und einem Ohrpasstück, welches je nach Ausführung, vollständig im Inneren des Äusseren Gehörganges getragen wird oder auch zum Teil im Äusseren Teil des Äusseren-Gehörganges – der Ohrmuschel.
Zwischen beiden befindet sich eine Schlauchverbindung (Klassik- und Dünnschlauch – HdO) oder eine dünne elektrische Leitungsverbindung (Ex-Hörer/RIC – HdO).

Jedes unserer HdO-Hörgeräte verfügt mindestens über folgende Ausstattung:

  • Automatische Lautstärkeregelung
  • Automatische Störgeräuscherkennung und -reduzierung
  • Automatische Rückkopplungserkennung und -reduzierung
  • Dual-Mikrofon-System mit
    | 360° Charakteristik
    | 60° Richtcharakteristik nach Vorne (Richtmikrofon)
  • optional 3 Hörprogramme, individuell nach Ihrem Hörbedarf durch uns erstellt
  • Feuchtigkeits- und Staubschutz durch Nanotechnologie (mindestens IP54, meist IP67)
Details zu Bauartbedingten Ausstattungen führen wir weiter unten auf dieser Seite auf.
Das Vorhandensein unterschiedlicher Ausstatungs-, Komfort- und Funktionsmerkmale wird durch die Auswahl einer Technologiestufe festgelegt. Zur Auswahl einer Technologiestufe ist die Erstellung Ihres persönlichen Hörprofils durch uns als Hörakustiker erforderlich.

1 EX-Hörer-Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte

EX | RIC - HdO

Reciver-In-Canal – Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte (abgekürzt: RIC-HdO) ermöglichen die kleinst mögliche Baugröße und Bauart der Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte.
Durch die Auslagerung des Hörer/Receiver (Lautsprecher) aus dem Hörgerätegehäuse heraus – nach Extern – ergibt sich eine enorme Platzersparnis, so dass das Hörgerät kompakter gebaut werden kann.

Die Hörerzuleitung verbindet das Technikgehäuse mit dem Hörer. Sie ist im Durchmesser nochmals wesentlich feiner und unauffälliger ausgeführt, als der Schallschlauch eines Dünnschlauch – HdO.
Durch die Hörerzuleitung werden elektrischen Litzen geführt, die den Hörer im Gehörgang ansteuern oder als Antenne für Konektivitätsfunktionen dienen. Diese schimmern Kupfer- bis Roségoldfarben auf der Haut des Anwenders und changieren damit, somit wird die gesamte Zuleitung nahezu unsichtbar.

Der Hörer wird direkt im Gehörgang des Anwenders getragen.
Idealer Weise und fachlich richtig, wird er dort von einem maßgefertigten Ohrpassstück in einer reproduzierbaren, definierten Trageposition gehalten.

Die häufig auf Produktfotos und leider auch bei Hörgeräteanwendern zu sehenden Silikon – Schirmmchen/Domes, sind eine Erfindung der Hörgeräteindustrie, welche eigentlich nur dazu dienen, dass eine schnelle Erst-Hörgeräteausprobe durch den Anwender ermöglicht wird – für dauerhaftes Tragen sind diese Provisorien, bis auf wenige begründete Ausnahmefälle, nicht vorgesehen und geeignet.

Explosionsansicht eines Ex- | Ric- Hinter-dem-Ohr-Hörgerät

Die Hörgeräteindustrie und viele Mitbewerber suggerieren dem Anwender häufig Einfachheit und Leichtigkeit, was – wenn überhaupt – nur kurzfristig stimmt. Eine solche akustische Ankopplung kann nicht nachhaltig Erfolg gewährleisten und die Bedürfnisse des Anwenders erfüllen.

Der fachlich versierte und auf nachhaltige Qualität bedachte, seriöse Hörakustiker, wird seinem Kunden immer ein individuell, maßgefertigtes Ohrpassstück anpassen. Wir tun dies in der Regel schon im Rahmen der Hörgeräteausprobe und Vergleichenden Hörgeräteanpassung.

1.1 Technik und Ausstattung

Wir führen alle namhaften Hörgeräte-Hersteller, in allen Technologiestufen und die damit einhergehenden Ausstattungs- und Komfortmerkmale. Bei unserer Technikauswahl orrientieren wir uns ausschließlich an Ihrem Hörbedarf- und bedürfnissen. Dabei sind wir nicht darauf angewiesen uns auf einzelne Lieferanten zu konzentrieren um dort großen Stückzahlen zu realisieren und damit einen attraktiven Einkauf zu realisieren.

Wir können so agieren, da wir uns in einer Einkaufsgemeinschaft organisiert haben und so entsprechend attraktive Einkaufskonditionen bei allen Hörgeräteherstellern realisieren können.

  • alle Technologiestufen verfügbar
  • alle Ausstattungsmerkmale verfügbar
  • Batteriegrößen 10, 312, Akku
  • Multifunktionstaster, optional aktivierbar, mit optionaler Mehrfachfunktion
  • Feuchtigkeits- und Staubschutz (mind. IP54, meist IP67)
  • Dual-Mikrofon

1.2 pro | contra

pro

  • kleinste Baugröße möglich, bis zu hochgradigem Hörverlust, daraus resultierend höherer kosmetischer Anspruch erfüllbar
  • weniger Verzerrungen und Resonanzen als ein Schallschlauchsystem
  • hohe Rückkopplungsfestigkeit, insbesondere bei offener(er) Versorgung
  • allumfassende Technische Ausstattungsmerkmale verfügbar
  •  Wiederaufladbare Akkutechnologie verfügbar
  • Hörer bei Hörverschlechterung leicht mit stärkerer Variante ersetzbar (Abhängig von Gehörgangsanatomie)

contra

  • höherer Hygiene- und Wartungsbedarf als bei Klassik-HdO und zum Teil bei Dünnschlauch-HdO
  • Mindestplatzbedarf für Ex-Hörer im Gehörgang des Anwenders erforderlich, insbesondere bei Normalhörigkeit im Tief-bis Mitteltonbereich
  • höhere Anforderung an die motorischen, taktilen und koknitiven Fähigkeiten des Anwenders bei Handhabung und Pflege des Systems
  • geringerer Laufzeiten, Baugrößenbedingt und damit einhergehender geringerer Energiekapizät der Energiequelle
  • teilweise sind audiologische Funktionen, sowie Ausstattungs- und Komfortmerkmale baugrößenbedingt nicht verfügbar

2 Mini - Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte

Dünnschlauch | Slimtube - HdO

alta-mini-hinter-demohr-hoergeraet-cta

Sie gibt es erstmalig im Jahr 2003 mit dem legendären Resound Air.

Damit kam erstmalig ein im Vergleich mit dem Standard-Schallschlauch des Klassik-HdO, mehr als halb so dünner Schallschlauch bei einem Hörgerät zum Einsatz, welcher den visuellen Vorteil mitbrachte, dass das Hinter-dem-Ohr-Hörsystem am Ohr, von Vorne und der Seite betrachtet, nun erstmalig nahezu unsichtbar wurde, da der Schallschlauch nur noch sehr schwer zu erkennen war. Verstärkt wurde der Effekt dadurch, dass man den Tragehaken/Hörwinkel wegließ und den dünnen Schallschlauch über den oberen Ohransatz bis hinter das Ohr führte.

Gleichzeitig wurde das Hörgeräte-Gehäuse, samt Technik, stark weiter miniaturisiert, so dass es auch von hinten am Ohr schwerer zu entdecken ist. Eine attraktive Farbpalette tat ihr übriges. Der Hörer (Lautsprecher) ist auf Grund der Baugröße in der Leistung begrenzt, so  das maximal Mittelgradige Hörverluste versorgt werden können. Ansonsten ist die Bauartausführung gleich dem Klassik-HdO.

Optional ist ein Tragehaken jedoch auch möglich, damit kann das Hörsystem auch für Hörverluste die in den tiefen, mittleren und hohen Frequenzen (breitbandig) vorhanden sind,  verwendet werden.

Den vissuellen Vorteil des Dünnschlauches übertrug man schnell auch auf die Klassik-HdO, indem man auch hier den Tragehaken/Hörwinkel optional weg lassen kann. Somit sind diese heute je nach Hörverlust, ggf. auch als Dünnschlauch-Hörsystem zu tragen. Dies beschränkt sich auf Gering- bis Hochgradige Hörverluste im mitteleren bis hochtonigen Frequenzbereich.

 

2.1 Technik und Ausstattung

  • alle Technologiestufen verfügbar
  • alle Ausstattungsmerkmale verfügbar
  • Batteriegrößen 10, 312
  • Multifunktionstaster, optional aktivierbar, mit optionaler Mehrfachfunktion
  • Feuchtigkeits- und Staubschutz (mind. IP54, meist IP67)
  • Dual-Mikrofon

2.2 pro | contra

pro

  • kleine Baugröße, bis zu mittelgradigem Hörverlust, daraus resultierend kosmetischer Anspruch erfüllbar
  • offene Mittel-Hochtonversorgung möglich, da geringerer Platzbedarf im Gehörgang durch Dünnschlauch
  • allumfassende Technische Ausstattungsmerkmale verfügbar
  • Hörwinkel bei Hörverschlechterung oder von Beginn für breidbandige Versorgung optional möglich
  • geringere Anforderung an Reinigungs- und Wartungskompetenz vergl. mit Ex-Hörer/RIC – HdO

contra

  • geringfügig mehr Akustische Verzehrungen und Resonanzen in Dünnschlauchversion, verglichen zum Ex-Hörer/RIC – HdO
  • leicht höherer Anforderung an Reinigungs- und Wartungskompetenz durch Anwender verglichen mit Klassik-HdO
  • höhere Anforderung an die motorischen, taktilen und koknitiven Fähigkeiten des Anwenders bei Handhabung und Pflege des Systems als bei Klassik – HdO
  • geringerer Laufzeiten, baugrößenbedingt und damit einhergehender geringerer Energiekapizät der Energiequelle
  • Wiederaufladbare Akkutechnologie nicht verfügbar
  • teilweise sind audiologische Funktionen, sowie Ausstattungs- und Komfortmerkmale baugrößenbedingt nicht verfügbar

3 Klassik - Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte

Klassik -HdO

Sie sind die direkten Nachfahren des Taschenhörgerätes, mit dem Unterschied, dass alle elektronischen Bauteile in einem Gehäuse, welches in der Regel der Ohrform angepasst ist, untergebracht sind.

Dazu zählen im groben Mikrofon/e, Prozessor, Hörer (Lautsprecher), ggf. div. Schnittstellen für Drahtlose Anbindungen, Energiequelle, und ggf. Bedienelemente

Am oberen Ende des Gehäuses schließt sich ein sogenannter Tragehaken / Hörwinkel an, dieser ist wiederum mit einem Schallschlauch verbunden, welcher dann zu einem maßgefertigten Ohrpassstück führt.
Das Ohrpasstück adaptiert das Hörgerät an das individuelle Ohr des Anwenders und ist mit dem Hörgerät eines der wichtigsten, Schlüsselkomponente eines Hörsystems.

3.1 Technik und Ausstattung

  • alle Technologiestufen verfügbar
  • alle Ausstattungsmerkmale verfügbar
  • Multifunktionstaster, optional aktivierbar, mit optionaler Mehrfachfunktion
  • Feuchtigkeits- und Staubschutz (mind. IP54, meist IP67)
  • Dual-Mikrofon
  • Batteriegrößen 10, 312, 675, Akku

3.2 pro | contra

pro

  • für alle Hörverluste geeignet
  • allumfassende technische Ausstattungsmerkmale verfügbar
  • längste Laufzeiten, durch größere Batterien
  • wiederaufladbare Akkutechnologie verfügbar
  • geringere Anforderungen an die motorischen und taktilen Fähigkeiten des Anwenders, bei Handhabung und Pflege des Systems vergl. mit Ex-Hörer/RIC – HdO und Mini – HdO mit Dünnschlauch
  • je nach Hörverlust optional auch mit Dünnschlauch anpassbar, somit dezent, trotz hoher Verstärkungsleistung
  • hohe Funktionssicherheit bei Anwendern mit starker Cerumenbildung oder Sekretbildender Erkrankung des Mittelohres / Äusseren Gehörganges

contra

  • etwas weniger Dezent durch gößeres Gehäuse
  • in seltenen Fällen ggf. Platzproblem bei eng anliegenden Ohrmuscheln
  • geringfügig mehr Akustische Verzehrungen und Resonanzen in Dünnschlauchversion, verglichen zum Ex-Hörer/RIC – HdO
  • Schallschlauch muss regelmäßig gewechselt werden

3.3 preis

Was kostet ein Klassik-Hinter-dem-Hörgerät?

Eine Hörsystemversorgung mit einem Klassik-HdO bekommen Sie bei uns ab € 0,– Eigenanteil*, wenn Sie MItglied einer deutschen gesetzlichen Krankenversicherung sind.

Die Kosten können höher werden, wenn Sie sich für mehr und bessere Ausstattungs- und Funktionsmerkmale entscheiden.

 

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